Dataselfie [Tipp-Sprint 4/6]

Auch wenn Jugendarbeit und Soziale Arbeit sich in Richtung Mediatisierung weiterentwickeln, wird es weiter einen Anteil geben, der eigentlich medienpädagogisch ist, also Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu Medienkompetenz begleitet. In diesem Bereich kann Dataselfie einen schönen Platz haben: Mit dem Onlinetool wird das abstrakte Thema der Datensammlung sehr gut veranschaulicht und die Nutzer_innen bekommen einige sehr persönliche Aha-Erlebnisse!

Dataselfie besteht aus zwei Teilen: Dem Gruppenspiel «Fairdata», wo sich Jugendliche im Handel mit Daten üben bzw. mit den Implikationen auseinandersetzen – und Onlinetools, mit denen die eigenen digitalen Spuren bei Google, Facebook und anderen erkundet werden können.

Dataselfie kommt aus der Jugendarbeit und das merkt man dem Angebot an. Vor allem ist es sehr beeindruckend, wie auf die mit dem Tool gewählte Weise das abstrakte Thema sehr greifbar wird und die Nutzer_innen zum Handeln motiviert werden. Wichtiges Material für die medienpädagogische Arbeit zum Thema Big Data.

Robodies Lab [Tipp-Sprint 3/6]

Mediatisierte Jugendarbeit muss meiner Meinung nach die Mediatisierung möglichst ganzheitlich und auch als Querschnittsthema berücksichtigen. Mit dem «Robodies Lab» habe ich ein Beispiel für ein Projekt gefunden, das zeigt, wie das aussehen kann.

Im Projekt des Tanzhaus NRW verbinden junge Menschen Tanzen und Coding und setzen sich mit ihren Vorstellungen von einem Körper der Zukunft auseinander. Ausgehend vom Hackathon-Konzept wird mit körpererweiternden Technologien gebastelt und experimentiert.

Das Konzept verbindet aus meiner Sicht auf wunderbare Weise Technik und Ästhetik, Coding mit Körperlichkeit und bringt die Auseinandersetzung mit Technik auf eine sehr ganzheitliche Ebene bzw. ergänzt Tanz und Choreographie um eine sehr aktuelle Perspektive. Es ist meiner Meinung nach wünschenswert, dass Jugendarbeit so ihre Inhalte und Methoden mit Aspekten der digitalen Kultur erweitert.

Leider gibt es keine umfassende, frei verfügbare Dokumentation des Konzepts, zur Inspiration reicht das Verfügbare allemal und wer mer wissen möchte, stösst bei den Macher_innen sicher nicht auf taube Ohren.

Leitfaden «Digitale Medien in der OKJA» [Tipp-Sprint 2/6]

Dass ich über den Leitfaden «Digitale Medien in der OKJA» des DOJ noch nicht gebloggt habe, ist gleich mehrfach schmerzlich. Vor allem weil es ein wichtiges Dokument ist, um Einrichtungen der Jugendarbeit auf den Weg hin zu einem eigenen Konzept für die Arbeit mit Medien zu bringen. Noch dazu sind einige Gedanken von mir eingeflossen, die ich zusammen mit Olivier Steiner in einem Zusatzdokument formulieren durfte. Und nicht zuletzt finde ich es spannend, diese Publikation nicht als PDF, sondern als Wiki zu veröffentlichen. Das passt gut zu der Notwendigkeit zu Aktualität, die mit dem Thema verbunden ist.

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Hello World – einsteigen in Technik, Robotik und Coding [Tipp-Sprint 1/6]

In einem guten Jahr Blogpause sind trotzdem einige Fundstücke zusammengekommen, über die ich es wichtig finde zu sprechen. Weil sie mittlerweile nicht mehr sooo neu sind, aber immer noch aktuell und interessant, mache ich einen Sprint und werde die sechs Materialientipps in den nächsten drei Wochen schnell hintereinander, kurz und bündig vorstellen.

Kein Titel ist besser geeignet, diese kurze Tipp-Parade zu eröffnen als das Handbuch «Hello World»: In dieser Publikation stellen die Macher_innen des gleichnamigen Programms Konzepte und Materialien für Einsteiger_innenworkshops zu Technik, Robotik und Coding vor – zusammen mit ihren Erfahrungen aus jahrelanger Arbeit. Die Broschüre ist kostenlos und frei verfügbar und soll anregen, eigene Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu initiieren.

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Mit digitalen Spielen pädagogisch arbeiten

Jugendarbeit, die Medien zu einem Teil ihres pädagogischen Repertoires machen möchte, kommt natürlich an digitalen Spielen (aka Games :)) nicht vorbei. Gerade für Einsteiger_innen in Sachen Computerspielen stellt sich aber schnell die Frage, wie eine solche pädagogische Arbeit denn konkret aussehen kann. Eine Handreichung des Instituts Spielraum an der TH Köln ist hier ein Glücksfall.

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Digitale Medien in der OKJA

Erfreulicherweise mehren sich in jüngster Zeit wieder die Veröffentlichungen zu einer Mediatisierung (aka «Digitalisierung») von Kinder- und Jugendarbeit. Der jüngste Beitrag kommt vom Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ), der die aktuelle Ausgabe seiner Zeitschrift InfoAnimation dem Thema «Digitale Medien in der offenen Kinder- und Jugendarbeit» gewidmet hat (Spoiler: Ich habe auch dazu beitragen dürfen).

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Publikationen zu Praxiskonzepten von (mediatisierter) Jugendarbeit

In der InfoAnimation 2/2018 des DOJ hatte ich Gelegenheit, in einem Artikel meine Vorstellungen zur Integration von digitalen Medien in die OKJA darzulegen. Ich bin ja der Auffassung, dass es eine konzeptionelle Weiterentwicklung der Jugendarbeit braucht, um Jugendliche beim Aufwachsen in einer mediatisierten Gesellschaft zu begleiten.

Gleichzeitig gibt es für die Praxis jedoch auch schon viele Beispiele für eine Integration von Medien in die Arbeit. Diese hatten im Artikel nicht Platz, deswegen hier der digitale Anhang. 🙂

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Vorschläge für eine mediatisierte Jugendarbeit

Was ist «digitale Jugendarbeit»? Natürlich sind sich alle eigentlich einig, dass der Begriff verkürzt ist, aber er wird dennoch mehr und mehr diskutiert. Und so hat auch eine Expert_innengruppe der EU den Begriff (bzw. «Digital youth work») als Bezugspunkt genommen, um sich mit mediatisierter Jugendarbeit (wie ich es nennen würde) zu beschäftigen.

Als ein Ergebnis aus der Arbeit der Gruppe ist jüngst ein Bericht veröffentlicht worden, in dem verschiedene Arbeitsdefinitionen und vor allem konkrete Ansatzpunkte und Praxisbeispiele für mediatisierte Jugendarbeit benannt und beschrieben werden. Und das macht aus meiner Sicht den Bericht (der kostenlos online verfügbar ist) zu einer wirklich lesens- und bedenkenswerten Quelle, wenn es darum geht, Medien in die jugendarbeiterische Praxis zu integrieren.

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Fifty ways to (not) convert LaTeX to Word

Nachdem ich sieben Jahre mit nur kleinen Rucklern mit LaTeX meine Dissertation erstellt und schliesslich nicht nur ein erfolgreiches, sondern auch seeehr ansehnliches Ergebnis produziert habe, war es dann am Ende der Verlag, der den Endgegner gegeben hat: «Eine Publikation ist nur auf Word-Basis möglich!»

Nun stand ich vor der Aufgabe, in kurzer Zeit ein Worddokument aus einer recht komplexen Vorlage zu erstellen. Weil ich an keiner Stelle im Netz alle letztendlich entdeckten Möglichkeiten gesammelt gefunden habe, schreibe ich hier die entdeckten Wege auf, zusammen mit einem Erfahrungsbericht für alle Menschen mit begrenztem Zeitbudget und ebenso begrenzten LaTeX- und Kommandozeilen-Skills:

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